Aigues Mortes
Herbst 2006

Aigues Mortes,

am Rande der Camargue, im Languedoc-Roussillion  stößt der Betrachter auf eine massive Festungsanlage, die trutziger nicht sein könnte. Man bedenke dabei, dass im 13. Jahrhundert die Festung noch direkt am Meer gelegen hat. Sie wurde von König Louis IX erbaut. Von hier nahm er seine größten Feldzüge in Angriff, was dem kleinen Ort eine gewisse Berühmtheit als Stadt der Kreuzzüge zutrug. Man nannte ihn übrigens auch Ludwig den Heiligen!

Tragisch war, dass sich das Meer relativ zügig von dannen machte und sich die Einwohner mehr und mehr zum Weinbau und zu den Salinen hinzogen, um andere Einnahmequellen zu haben.

Gerade durch das Salz der Camargue wurde Aigues Mortes aber wieder berühmt und ist es auch heute noch. Früher galt Salz als das Mittel zur Konservierung und war dementsprechend begehrt.

Es ist schon seltsam solche Gegensätze in unmittelbarer Nähe betrachten zu dürfen, Hier die vollständig erhaltene Festungsstadt, gleich daneben die riesigen Salinen und zwischendrin die Flamingos, die den lieben langen Tag nichts anderes zu tun haben, als sich ihre rosa Farbgebung durch Aufnahme von entsprechenden Krebsen zu ermächtigen.

Die Stadtmauern von Aigues Mortes wurden übrigens aus den Steinen von Beauciere und Le Baux hergestellt. Zu Le Baux kommen wir in einem weiteren Teil des Reiseberichtes, den Ort haben wir uns  natürlich auch angesehen.

Man kann übrigens nicht nur durch den urgemütliche Ort schreiten, nein, auch ein kompletter Rundgang auf der Stadtmauer ist gegen geringes Entgelt möglich. Eigentlich schon ein Muss, wir haben es auf jeden Fall genossen! Planen sie etwas Zeit dafür ein, es sind immerhin 1,6 km!

Kurz vor unserem Besuch des Ortes wurden dort noch traditionelle Stierkämpfe ausgetragen, man sah noch die aufgebauten Tribünen.

Doch, begehen wir diesen Ort erstmal durch einen der Toreingänge auf der Ostseite.

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Sofort fallen dem Betrachter die vielen kleinen Häuser, Läden und Bistros auf....

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Wie überall in der Gegend wird man auch hier allenthalben an die Templer erinnert.

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In einer der zahllosen kleinen Strassen entdeckten wir einen ganz besonderen Laden, der selbstgemachte Schokoladenartikel anbietet. Dieser Laden gehört zu einer Kette, die auch auf das äussere Erscheinungsbild größten Wert legt und ihre Läden dem entsprechend ausstaffiert hat. Eine wahre Augenweide.

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Wir schritten weiter durch den Ort, bis wir auf die Kirche von Aigues Mortes trafen und diese besichtigten. Das Besondere daran ist das rötliche Licht und die ausgefallenen Mosaikfenster, die so anders sind, als andere Kirchenfenster. Doch schauen sie selbst.

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Die große Basilika mit der mächtigen Orgel über dem Eingangsportal der Kirche.

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Claude Viallat hat diese modernen Fenster entworfen, die das Innere der Kirche Notre Dame des Sablons zu jeder Tageszeiot in ein anderes Licht taucht, wie man an den Bildern deutlich sehen kann.

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Wir schritten weiter über den Marktplatz, an dem wir zu Mittag aßen, zur Stadtmauer.

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...und von dort aus zum Museum, bei dem man auch einen Rundgang über die gesamte Stadtmauer buchen kann.

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Wie man sieht, lockerte sich das Wetter doch einigermaßen auf, am nächsten Tag war sogar super Wetter, deshalb noch ein paar Nachtragsbilder von Aigues Mortes, der Stadtmauer und des Hafens.

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Der Ort ist mittlerweile auch weit über die Stadtmauern hinaus gewachsen, für Touristen bietet dies den Vorteil, dort verschiedene Einkaufsmärkte vorzufinden.

Einen Nachtrag habe ich noch. Selbst in diesem Ort gibt es ein Restaurant, welches sich “Le Sauniere” nennt. Wir erinnern uns an Rennes le Chateau...

Und hier gehts zur mehrsprachigen Website von Aigues Mortes.